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Was bedeutet BDSM? Begriffe und Absprachen erklärt

BDSM steht für Bondage und Disziplin, Dominanz und Unterwerfung sowie Sadismus und Masochismus. Der Begriff umfasst verschiedene Bereiche und ist kein Gesamtpaket, das alle vollständig wollen. Dabei geht es um unterschiedliche Interessen und Rollen zwischen Erwachsenen, die freiwillig zustimmen.

Die Bereiche im Überblick

Bereich Bedeutung in diesem Zusammenhang
Bondage Die Bewegungsfreiheit einschränken.
Disziplin Mit vereinbarten Regeln umgehen.
Dominanz und Unterwerfung Eine vereinbarte Aufteilung von Führung und Kontrolle.
Sadismus und Masochismus Vergnügen daran, innerhalb vereinbarter Grenzen Schmerz zuzufügen oder zu empfangen.

Diese Begriffe werden im Glossar der NCSF erläutert. Es sind Definitionen, keine Anleitungen zur Ausübung einer Aktivität. Ein Begriff sagt noch nicht, welche Kenntnisse und Vorsichtsmaßnahmen eine bestimmte Aktivität erfordert.

Eine Rolle ist nicht dasselbe wie dein Charakter

Im Rahmen einer Absprache kann jemand die Führung übernehmen oder folgen. Daraus lässt sich nicht ableiten, wie diese Person bei der Arbeit, mit Freunden oder im gesamten Alltag mit Entscheidungen umgehen möchte. Frag nach der konkreten Situation, über die ihr sprecht.

Ein Beispiel: „Wenn du sagst, dass du gern die Führung übernimmst, meinst du dann einen vereinbarten Moment oder auch Situationen außerhalb davon?“ Das ist konkreter, als anzunehmen, dass ihr einer Rolle dieselbe Bedeutung gebt. Auch eine allgemeine begeisterte Antwort sagt noch nicht, welche einzelnen Aktivitäten jemand möchte.

Welche Absprachen trefft ihr?

  • Die Absicht: Worüber möchtet ihr sprechen, und gibt es schon einen Vorschlag oder seid ihr nur neugierig?
  • Die Grenzen: Was gehört eindeutig nicht dazu?
  • Die Kommunikation: Wie sagst du, dass sich etwas nicht gut anfühlt, geändert werden soll oder aufhören muss?
  • Danach: Möchte jemand noch Kontakt, Ruhe oder ein Gespräch?

Das sind Themen für ein Gespräch, keine vollständige Sicherheitscheckliste. Ein möglicher Satz ist: „Ich möchte erst einmal nur darüber sprechen. Dass ich Fragen stelle, heißt noch nicht, dass ich es tun möchte.“ Eine andere Antwort kann ganz einfach sein: „Diesen Bereich möchte ich nicht.“

Aufhören ist jederzeit möglich

Einverständnis kann sich ändern. Eine frühere Absprache oder Rolle nimmt niemandem die Möglichkeit aufzuhören. Ein Safeword kann ein zusätzliches Kommunikationsmittel sein. Dass genau dieses Wort nicht fällt, ist aber kein Grund, eine klare Grenze zu ignorieren.

Mitzumachen ist kein Test dafür, wie aufgeschlossen du bist. Wenn du etwas nicht möchtest, musst du nicht erst eine Alternative anbieten. Und wenn die andere Person eine Idee ablehnt, ist das eine Information, die du respektieren solltest, keine Einladung, besser zu verhandeln.

Beginne mit deiner eigenen Frage

Du musst nicht erst alle Begriffe kennen. Vielleicht möchtest du nur verstehen, was jemand meint. Dann ist „Kannst du erklären, was dieses Wort für dich bedeutet?“ ein guter Anfang. Ein Begriff ist am nützlichsten, wenn er ein Gespräch klarer macht, nicht wenn er deine Antwort vorwegzunehmen versucht.