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Schmerzende Brüste: mögliche Ursachen und wann du anrufst

Schmerzende oder empfindliche Brüste sind häufig, zum Beispiel rund um die Menstruation. Sie können sich schwer, gespannt oder ziehend anfühlen. Schmerzen allein sind meist kein Hinweis auf Brustkrebs. Beschwerden, die anhalten, sich anders anfühlen als sonst oder mit einer Veränderung einhergehen, sind dennoch ein Grund, mit deiner Hausarztpraxis zu sprechen.

Kehren die Schmerzen rund um deine Menstruation wieder?

Schmerzen, die mit dem Zyklus zusammenhängen, können in den Wochen vor der Menstruation beginnen und danach wieder nachlassen. Oft sind beide Brüste betroffen. Manchmal strahlen die Schmerzen auch in Richtung Achselhöhlen aus. Die Erklärung des britischen NHS zu Schmerzen in den Brüsten beschreibt dieses Muster.

Du musst nicht tagelang alles genau messen. Eine einfache Notiz kann helfen: „Beide Brüste empfindlich, Menstruation voraussichtlich nächste Woche.“ Notiere später, ob die Schmerzen nachlassen. So kannst du im Gespräch den Verlauf schildern, ohne selbst eine Diagnose stellen zu müssen.

Welche anderen Umstände können eine Rolle spielen?

Eine Schwangerschaft, hormonelle Veränderungen und manche Medikamente können mit empfindlichen Brüsten einhergehen. Auch eine Entzündung oder Schmerzen, die vom Nacken, der Schulter oder dem Rücken ausgehen, können eine Rolle spielen. Wann und wo die Schmerzen auftreten, sind deshalb nützliche Informationen.

Wenn du ein neues Medikament einnimmst, erzähl es deiner Hausarztpraxis oder der Apotheke. Setze ein verschriebenes Medikament nicht eigenmächtig ab. „Die Schmerzen begannen in derselben Woche“ ist ein Hinweis, den du ansprechen kannst, aber kein Beweis dafür, dass das Medikament die Ursache ist.

Was kann sich angenehmer anfühlen?

Ein gut sitzender BH kann Halt geben. Wenn du nachts gern einen BH trägst, wähle ein weiches Modell. Du musst nichts tragen, das zusätzlich auf die schmerzende Stelle drückt. Frag in der Apotheke, welches Schmerzmittel, falls nötig, zu deiner Gesundheit und deinen anderen Medikamenten passt.

Laut NHS gibt es nur wenige Belege dafür, dass Vitamin E oder Nachtkerzenöl gegen Brustschmerzen helfen. Fang also nicht an, verschiedene Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, in der Erwartung, damit die Ursache zu beheben.

Wann solltest du deine Hausarztpraxis anrufen?

Vereinbare einen Termin, wenn du Brustschmerzen oder eine neue Veränderung bemerkst. Dazu gehören ein Knoten, Flüssigkeit aus der Brustwarze, eine eingezogene Brustwarze oder eine veränderte Haut. Ruf sofort an, wenn die Brust rot, warm und schmerzhaft ist. Diese Empfehlungen zum Kontakt richten sich nach den niederländischen Informationen von Thuisarts zu Veränderungen der Brust.

Wurde das Problem bereits als eine Beschwerde rund um deine Menstruation besprochen, aber die Schmerzen halten danach an? Melde dich entsprechend dem vereinbarten nächsten Schritt erneut. Du musst keinen Knoten ertasten, um deine Schmerzen ernst nehmen zu dürfen.

Was hilft bei deinem Termin?

Erzähl, wo es schmerzt, wann die Schmerzen begonnen haben und wie sie sich im Alltag bemerkbar machen. Zum Beispiel, dass das Schlafen auf der Seite unangenehm ist oder ein BH Schmerzen verursacht. Erwähne auch Veränderungen an Haut oder Brustwarze und die Medikamente, die du einnimmst. Frag, was du für mehr Komfort tun kannst und wann du dich wieder melden solltest. Diese Informationen beziehen sich auf die Brüste; Schmerzen oder Druck in der Mitte des Brustkorbs sind eine andere Beschwerde.