Erregung: Was bemerkst du und was bedeutet sie?
Sexuelle Erregung ist eine Reaktion auf sexuelle Reize. Du kannst dich erregt fühlen und Veränderungen an deinem Körper bemerken. Außerhalb eines sexuellen Zusammenhangs bedeutet Erregung auch einfach Aufregung oder Begeisterung, zum Beispiel vor einem lang ersehnten Konzert.
Welche Reaktionen kannst du bemerken?
Dein Herzschlag oder deine Atmung können sich beschleunigen. Auch eine Erektion oder mehr Feuchtigkeit in der Vagina kann bei Erregung auftreten. Nicht alle erkennen alle Signale bei sich. Rutgers beschreibt verschiedene körperliche Reaktionen.
Diese Beschreibung ist keine Liste, die du abhaken musst. Du musst also nicht jedes genannte Signal bei dir suchen, um ein Gefühl beschreiben zu dürfen.
Drei Fragen, die Unterschiedliches bedeuten
| Frage | Worum geht es bei deiner Antwort? |
|---|---|
| Was bemerke ich körperlich? | Zum Beispiel einen schnelleren Herzschlag oder eine Erektion. |
| Wie fühlt sich das für mich an? | Dein eigenes Erleben in diesem Moment. |
| Was möchte ich jetzt? | Dein Wunsch oder deine Grenze bei einer bestimmten Aktivität. |
Libido ist das Wort für sexuelles Verlangen. Dabei geht es um Lust auf Sex, während mit Erregung auch ganz konkret eine Reaktion deines Körpers gemeint sein kann.
Dein Körper gibt keine Zustimmung
Körperliche sexuelle Reaktionen können unwillkürlich sein. Sie beweisen nicht, dass jemand eine Berührung möchte oder sexuellen Handlungen zustimmt. RAINN weist ausdrücklich darauf hin. Frag deshalb, was die andere Person möchte, und leite die Antwort nicht von ihrem Körper ab.
Wenn jemand sagt, dass er oder sie aufhören möchte, ist „Aber du warst doch erregt“ kein Grund weiterzumachen. Auch ein früherer schöner Moment legt nicht fest, was diese Person danach möchte.
Worte für dein eigenes Erleben
- „Ich merke, dass mein Körper reagiert, aber ich möchte jetzt nicht weitermachen.“
- „Mit Erregung meine ich hier vor allem das Gefühl, nicht eine bestimmte körperliche Reaktion.“
- „Ich weiß noch nicht, was ich möchte. Lass uns kurz pausieren.“
Du musst nicht erst den passenden Fachbegriff finden. Wenn du benennst, was du bemerkst und was du möchtest, wird das Gespräch schon konkreter.