Spitze, Mesh und Stretch: Welche Dessous passen zu dir?
Spitze und Mesh beschreiben die Stoffstruktur; Stretch bezeichnet die Dehnbarkeit. Es handelt sich also nicht um drei Materialien, von denen du eines auswählen musst. Ein Body kann zum Beispiel elastisches Mesh mit einem Spitzenrand kombinieren. Die Faserzusammensetzung verrät dann, aus welchen Fasern die Stoffe bestehen.
Die Unterschiede im Ăśberblick
| Begriff | Was bedeutet er? | Worauf solltest du bei Dessous achten? |
|---|---|---|
| Spitze | Eine dekorative, durchbrochene Struktur mit einem Muster. | Auf das Muster, die Platzierung der Spitze und eine mögliche Fütterung. |
| Mesh | Eine netzartige Struktur mit kleinen oder größeren Öffnungen. | Darauf, wie fein die Struktur ist und welche Teile daraus gefertigt sind. |
| Stretch | Der Stoff ist dehnbar. | Darauf, an welchen Stellen das KleidungsstĂĽck nachgibt und ob andere Teile verstellbar sind. |
| Faserzusammensetzung | Die verwendeten Fasern, gegebenenfalls mit Prozentangaben. | Zum Beispiel Polyamid, Polyester oder Elasthan, jeweils fĂĽr den angegebenen Bestandteil. |
Bei Spitze trägt das Muster oft entscheidend zur Optik bei. Die Spitzensammlung des V&A zeigt zum Beispiel Blumenmotive und offene Verbindungen. Das ist etwas anderes als die Frage, ob ein modernes Dessous elastisch ist.
Mesh kann fest sein oder sich dehnen
Mesh bedeutet nicht automatisch, dass der Stoff elastisch ist. Es gibt festere und dehnbare Varianten. Der Textilhersteller Apex Mills beschreibt diese unterschiedlichen Meshkonstruktionen. Achte also auf die Kombination aus Struktur und Dehnbarkeit, die du möchtest.
Stell dir vor, du siehst dir zwei schwarze Bodys an. Der eine hat einen Spitzeneinsatz am Ausschnitt, der andere besteht größtenteils aus feinem Mesh. Überlege zuerst, welche Optik dir besser gefällt und an welchen Stellen der Stoff durchsichtig ist. Danach kannst du Fütterung, Größe und Verstellbarkeit prüfen. Die Farbe oder die Bezeichnung Body verrät dir diese Details nicht.
Stretch ist keine Größenangabe
Wie dehnbar ein Stoff ist, hängt auch davon ab, wie die Fäden verarbeitet sind. Bei Strickstoffen spielen die miteinander verbundenen Maschen eine Rolle, wie das Pratt Institute erklärt. Ein elastischer Stoff kann sich angenehm mitbewegen, aber das Wort Stretch gibt keinen konkreten Größenbereich an.
Wähle deine Größe deshalb anhand der Größentabelle des Kleidungsstücks. Prüfe Träger und Verschlüsse einzeln. Ein verstellbarer Träger und ein dehnbarer Stoffteil sind zwei verschiedene Möglichkeiten, ein Design anzupassen.
Was bedeuten die Prozentangaben auf dem Etikett?
Ein hypothetisches Etikett mit 90% Polyamid und 10% Elasthan nennt die Fasern, nicht das Muster oder den Schnitt. Dieselben Faserbezeichnungen bedeuten also nicht, dass zwei Modelle gleich aussehen. Die University of Georgia beschreibt, wie Fasern zu unterschiedlichen Garnen und Stoffen kombiniert werden.
PrĂĽfe auch, ob sich die Zusammensetzung auf den Oberstoff, das Futter oder einen Einsatz bezieht. Wenn dir ein bestimmtes Material wichtig ist, vergleiche bei den Modellen jeweils dieselben Bestandteile. Beim Waschen ist das Pflegeetikett des gesamten KleidungsstĂĽcks maĂźgeblich.
So triffst du deine Wahl
Beginne mit der Optik: Möchtest du vor allem ein Spitzenmuster, einen feinen Netzeffekt oder einen eher geschlossenen Stoff? Sieh dir danach an, wo der Stoff verarbeitet wurde und ob das Design gefüttert ist. Prüfe zum Schluss Größe, Dehnbarkeit und Verstellbarkeit. So findest du etwas, das zu deinem Geschmack und dazu passt, wie du es tragen möchtest.