Was ist ein Sub? Dominant, Sub und Switch erklärt
Sub ist die Kurzform des englischen Begriffs submissive: eine Person, die innerhalb einer vereinbarten BDSM Dynamik eine untergeordnete oder folgende Rolle einnimmt. Was diese Rolle bedeutet, lässt sich nicht allein aus dem Wort ableiten. Dafür braucht es konkrete Wünsche und Absprachen.
Dominant, Sub und Switch im Vergleich
| Begriff | Übliche Bedeutung |
|---|---|
| Dominant | Übernimmt innerhalb der Absprache die Führung oder Kontrolle. |
| Sub | Folgt oder gibt innerhalb der Absprache Kontrolle ab. |
| Switch | Kann je nach Situation beide Rollen wählen. |
Die ISSM erklärt diese Rollenbegriffe. Ein Switch muss nicht bei jeder Begegnung die Rolle wechseln oder beide Rollen gleich oft einnehmen wollen. Der Begriff sagt vor allem aus, dass eine einzige feste Rolle nicht immer die passende Beschreibung ist.
Sub ist nicht genau dasselbe wie Bottom
Sub beschreibt eine Machtrolle. Bottom bezeichnet meist die empfangende Rolle bei einer Aktivität, Top die ausführende. Das kann zusammenfallen, muss es aber nicht. Masochismus wiederum bezeichnet eine Vorliebe für Schmerz. Die Begriffserklärung der NCSF unterscheidet diese Aspekte.
Wenn jemand einen dieser Begriffe verwendet, ist eine Nachfrage hilfreicher als eine vorschnelle Schlussfolgerung: „Meinst du damit, dass du gerne folgst, oder beschreibst du vor allem deine Rolle bei einer bestimmten Aktivität?“ Du musst dabei nicht nach persönlichen Beispielen fragen, wenn die andere Person sie nicht teilen möchte.
Eine Rolle sagt nicht alles über eine Person aus
Jemand folgt vielleicht während einer vereinbarten Situation gerne und trifft zu anderen Zeiten lieber selbst Entscheidungen. Aus dem Wort Sub lässt sich keine vollständige Persönlichkeit ableiten. Eine Führungsposition schließt diese Rolle nicht aus, genauso wenig wie eine ruhige Art zu sprechen sie beweist.
Ein Beispiel: Sam sagt, dass Sam gerne folgt. Die andere Person nimmt an, Sam möchte also keine Vorlieben äußern. Sam stellt klar: „Ich möchte zuerst sagen, was mir gefällt. Danach können wir schauen, welche Rolle zu unserer Absprache passt.“ In so einem Gespräch geht es um einen Wunsch, nicht darum, eine Identität zu beweisen.
Folgen heißt nicht, zu allem Ja zu sagen
Eine Rolle hebt deine Grenzen nicht auf. Du kannst sagen, was du nicht möchtest, und deine Zustimmung zurückziehen. „Aber du bist doch Sub?“ ist kein Grund, nach einer klaren Grenze weiterzumachen.
Du könntest zum Beispiel fragen: „Was soll ich unter diesem Begriff verstehen, und welche Annahme sollte ich gerade nicht treffen?“ Die Antworten können überraschend einfach sein: vielleicht möchte die Person nur über das Thema sprechen, eine bestimmte Erwartung klären oder sagen, dass der Begriff im Moment nicht passt.
Wenn du noch nicht weißt, welcher Begriff passt
Du musst dich nicht für eine Rolle entscheiden, um neugierig sein zu dürfen. Beschreibe lieber eine einzelne Vorliebe, statt dich in eine Schublade zu stecken. „Manchmal folge ich gerne, aber ich weiß noch nicht, wie ich das nennen möchte“ reicht völlig aus, um ein Gespräch anzufangen.