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Sexspielzeug mit Steuerung per App: Behalte deine Privatsphäre im Blick

Erlaube der App den Zugriff auf die Funktionen, die du nutzen möchtest, und prüfe separat, was mit deinen Daten geschieht. Eine Bluetoothverbindung, ein Videoanruf und ein Konto sind unterschiedliche Dinge. Du musst diese Entscheidungen also nicht als Gesamtpaket behandeln.

Ein neueres oder teureres Spielzeug macht die dazugehörige App nicht automatisch besser für deine Privatsphäre. Schau dir die App und ihre Einstellungen an, nicht die Anzahl der Vibrationsstufen auf der Verpackung.

Was bedeutet eine Zugriffsanfrage?

Zugriff Wozu kann er dienen? Was du abwägen solltest
Bluetooth oder Geräte in der Nähe Das Spielzeug finden und verbinden. Das passt zur lokalen Steuerung über dein Smartphone.
Kamera und Mikrofon Zum Beispiel für einen Videoanruf oder eine Audiofunktion. Erlaube keinen Zugriff für eine Zusatzfunktion, die du nicht nutzen möchtest.
Fotos und Dateien Zum Beispiel, um ein Bild auszuwählen oder zu teilen. Prüfe, auf welche Inhalte du damit Zugriff gewährst.
Mitteilungen Nachrichten und andere Mitteilungen anzeigen. Überlege, ob sie sichtbar sein dürfen, wenn andere deinen Bildschirm sehen können.

Diese Beispiele sind keine Liste von Berechtigungen, die jede App für Sexspielzeug benötigt. Wenn eine unklare Anfrage erscheint, lies die Erklärung zu genau dieser Funktion, bevor du zustimmst.

Warum fragt Bluetooth manchmal nach dem Standort?

Bei Android hängt das von der Version und davon ab, wie die App entwickelt wurde. Neuere Berechtigungen können unter „Geräte in der Nähe“ fallen; ältere Suchmethoden für Bluetooth können den Standortzugriff erfordern. Die Dokumentation von Android beschreibt diese Unterschiede. Eine Standortanfrage allein beweist nicht, wofür eine bestimmte App die Informationen verwendet.

Einstellungen ansehen und ändern

Auf einem Google Pixel gehst du zu „Einstellungen“, „Apps“, wählst die betreffende App und dann „Berechtigungen“. Auf anderen Smartphones mit Android können die Bezeichnungen abweichen. Auf einem iPhone findest du den jeweiligen Zugriff unter „Einstellungen“ sowie „Datenschutz und Sicherheit“. Die Anleitungen von Google und Apple zeigen dir, wo du diese Einstellungen verwaltest.

Möchtest du zum Beispiel nur selbst die Intensität einstellen? Fang mit dieser Funktion an. Eine Anfrage für einen Videoanruf musst du nicht sofort erlauben. Wenn du dich später doch für einen Videoanruf entscheidest, kannst du die nötigen Berechtigungen erneut prüfen.

Berechtigungen auf dem Smartphone sind nicht deine einzige Entscheidung zum Datenschutz

In Google Play beschreibt der Bereich „Datensicherheit“, welche Daten der Entwickler nach eigenen Angaben sammelt und verwendet. Das ist etwas anderes als die Liste der Berechtigungen. Eine geringe Zahl erteilter Berechtigungen ist also kein Beleg dafür, dass keine Daten verarbeitet werden. Sieh dir auch die Datenschutzhinweise und die Möglichkeiten zur Datenlöschung an. Google erklärt diesen Unterschied.

Behalte die gemeinsame Steuerung im Überblick

Vereinbart vorher, wer steuern darf und wann die gemeinsame Nutzung endet. Nutzt dafür die Funktion zum Teilen in der App, ohne dein eigenes Passwort weiterzugeben. Finde vorher heraus, wie du eine Verbindung beendest und jemanden aus deinen Kontakten entfernst.

Hörst du auf, die App zu nutzen? Behandle das Löschen der App und das Löschen gespeicherter Kontodaten als zwei getrennte Schritte. Suche die Löschoption in deinem Konto oder in den Datenschutzhinweisen. So endet deine Kontrolle nicht schon, wenn das Symbol von deinem Smartphone verschwindet.