Nicht kategorisiert

Speeddating: So läuft es ab und was solltest du vorher fragen?

Beim Speeddating führst du bei einer Veranstaltung kurze Gespräche mit verschiedenen Menschen. Nach einer Runde wechselst du deine Gesprächspartnerin oder deinen Gesprächspartner. Du musst in den paar Minuten nicht entscheiden, ob jemand dein zukünftiger Partner oder deine zukünftige Partnerin ist. Die praktische Frage ist einfacher: Möchtest du diese Person noch einmal treffen?

So kann ein Speeddatingabend ablaufen

Bei Speeddaten.nl dauert ein Gespräch zum Beispiel fünf, sechs oder sieben Minuten, je nach Anzahl der Teilnehmenden. Ein Gong kündigt den Wechsel an und du kannst dir Stichwörter notieren, damit du die Gespräche auseinanderhalten kannst. Das ist der beschriebene Ablauf dieses Veranstalters. Für deine Veranstaltung sind die Angaben in der Einladung maßgeblich.

Zeitpunkt Was kannst du tun?
Vor Beginn Höre dir die Erklärung an, frage nach dem Ablauf beim Wechsel und erkundige dich, wie du im Anschluss dein Interesse mitteilen kannst.
Während einer Runde Stell dich vor, wähle ein Thema und frage dazu nach. Gib auch der anderen Person Gelegenheit, dir Fragen zu stellen.
Beim Wechsel Beende das Gespräch freundlich und notiere dir einen kleinen Anhaltspunkt, zum Beispiel ein gemeinsames Hobby.
Nach den Gesprächen Entscheide selbst, mit wem du weiter in Kontakt bleiben möchtest, und folge dem dafür vorgesehenen Ablauf deiner Veranstaltung.

Gib deine Kontaktdaten nicht vorsorglich aus Höflichkeit heraus. Frage nach, wie ein mögliches gegenseitiges Interesse festgestellt wird und welche Daten dabei weitergegeben werden. Ein nettes Gespräch verpflichtet dich nicht zu einem weiteren Treffen.

Was solltest du fragen, bevor du dich anmeldest?

Die Veranstaltungsinformationen oder eine kurze Nachricht an den Veranstalter können dir dabei helfen einzuschätzen, ob das Treffen zu dir passt. Du musst keinen persönlichen Grund nennen. Wähle die Fragen aus, die für dich wichtig sind:

  • Zum Ablauf: „Wie viele Gespräche gibt es ungefähr und wie lange dauert jedes davon?“
  • Zur Zielgruppe: „Für wen ist diese Veranstaltung gedacht und gibt es Teilnahmebedingungen?“
  • Zu Pausen und Barrierefreiheit: „Gibt es eine Pause? Kann ich mich vorab nach der Erreichbarkeit oder Barrierefreiheit des Veranstaltungsorts erkundigen?“
  • Zum Kontakt im Anschluss: „Wie kann ich nach der Veranstaltung mitteilen, dass ich weiter in Kontakt bleiben möchte, und wann werden Daten weitergegeben?“
  • Zur Anmeldung: „Welche Angaben brauche ich für die Anmeldung und wer kann sie sehen?“

Lies dir die Informationen des Veranstalters durch und teile nur so viel, wie sich für dich gut anfühlt. Wenn du keine Informationen zur Datenverarbeitung findest, kannst du danach fragen, bevor du dich für oder gegen eine Anmeldung entscheidest.

Drei Fragen reichen für den Anfang

Du brauchst keine Liste mit Interviewfragen. Such dir zum Beispiel eine dieser Fragen aus und hör dir die Antwort an:

  • „Worauf freust du dich diese Woche?“
  • „Was machst du gern an einem Nachmittag ohne feste Pläne?“
  • „Welches Gericht würdest du gern einmal kochen lernen?“

Wenn jemand gern kocht, kannst du zum Beispiel fragen, was die Person zuletzt zubereitet hat. So entwickelt sich das Gespräch aus der Antwort heraus, statt dass du sofort zur nächsten Frage springst. Erzähl auch etwas von dir: „Ich versuche immer wieder, dasselbe Pastagericht noch besser hinzubekommen.“

Überlege dir vorher, was du noch nicht teilen möchtest, zum Beispiel deine Wohnadresse oder Telefonnummer. „Das möchte ich lieber noch für mich behalten“ reicht völlig. Du kannst von einem Interesse erzählen, ohne gleich dein ganzes Privatleben zusammenzufassen.

Wenn das Gespräch ins Stocken gerät oder du es beenden möchtest

Eine kurze Pause muss nicht gleich etwas bedeuten. Du kannst das Gespräch einfach mit einer offenen Frage wieder aufnehmen, zum Beispiel: „Was gefällt dir an diesem Ort?“ oder „Womit verbringst du gern deine Zeit?“ Wenn das Gespräch nicht in Gang kommt, musst du es auch nicht erzwingen.

Wenn du das Gespräch freundlich beenden möchtest, reicht zum Beispiel: „Danke für das Gespräch. Ich belasse es dabei.“ Du musst kein Interesse vortäuschen und auch nicht erklären, warum du kein weiteres Treffen möchtest.

Du entscheidest selbst über den Kontakt im Anschluss

Falls es nach der Veranstaltung die Möglichkeit gibt, Interesse mitzuteilen oder Kontaktdaten auszutauschen, kannst du selbst entscheiden, ob du das möchtest. Wenn du deine Kontaktdaten teilst, versprichst du damit kein weiteres Treffen. Du kannst später immer noch sagen, dass du keinen weiteren Kontakt möchtest. Umgekehrt reicht es, die Entscheidung der anderen Person zu respektieren. Drängen oder nach einem Grund fragen ist nicht nötig.

Eine erste Nachricht nach einem Match

Wenn ihr beide weiterreden möchtet und du über den vereinbarten Weg Kontakt aufgenommen hast, halte die erste Nachricht einfach. Zum Beispiel: „Schön, dich gestern kennengelernt zu haben. Ich musste noch an deine Geschichte über den Kochkurs denken. Hast du nächste Woche Lust auf einen Kaffee?“

So kann die andere Person gut antworten und bekommt zugleich einen konkreten Vorschlag. Wenn du kein weiteres Treffen möchtest, musst du nicht aus Höflichkeit eines vereinbaren. Ein Match ist eine Gelegenheit, sich weiter kennenzulernen, aber keine Zusage darüber, was daraus wird.