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Gynäkomastie: Was Brustwachstum bei Männern bedeuten kann

Gynäkomastie bedeutet Brustwachstum bei Männern infolge hormoneller Veränderungen. Es kann auf einer oder auf beiden Seiten auftreten und empfindlich sein. Brustwachstum kann auch andere Ursachen haben. Eine neue Veränderung solltest du deshalb ansprechen, statt erst selbst nach einer Erklärung dafür zu suchen.

Wodurch kann deine Brust wachsen?

Hormone verändern sich zum Beispiel in der Pubertät und im höheren Lebensalter. Auch Körperfett, bestimmte Medikamente, anabole Steroide oder eine Erkrankung können eine Rolle spielen. Manchmal bleibt die Ursache unbekannt. Die Informationen des britischen NHS zur Gynäkomastie beschreiben diese verschiedenen Möglichkeiten.

Es geht also nicht nur darum, ob deine Brust größer ist, sondern auch darum, was sich verändert hat und wann. Ein Beispiel für deinen Termin: „Seit einigen Wochen ist eine Seite empfindlicher. In dieser Zeit habe ich auch mit der Einnahme eines neuen Medikaments begonnen.“ So beschreibst du zwei Ereignisse, ohne schon davon auszugehen, dass das eine das andere verursacht.

Wann solltest du deine Hausarztpraxis kontaktieren?

Bist du zwischen 15 und 50 Jahren alt und wächst eine oder wachsen beide Brüste? Vereinbare dann einen Termin. Tu das auch, wenn das Wachstum schnell voranschreitet, du dir Sorgen machst oder ein möglicher Zusammenhang mit Medikamenten oder anderen Mitteln besteht. Ruf ebenfalls deine Hausarztpraxis an, wenn weitere Veränderungen auftreten, zum Beispiel ein Knoten, Flüssigkeit aus der Brustwarze, Dellen in der Haut, eine warme Stelle oder Fieber. Beachte die Hinweise von Thuisarts zur Kontaktaufnahme, dem niederländischen Gesundheitsportal.

Bring die Namen deiner Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit. Setz verschriebene Medikamente nicht eigenständig ab. Du kannst aber fragen, ob ein Mittel eine Rolle spielen könnte und welche Alternativen eventuell infrage kommen.

Muss Brustwachstum behandelt werden?

Das hängt von der Ursache und davon ab, wie sehr es dich belastet. Brustwachstum in der Pubertät geht oft von selbst zurück. Wenn eine Erkrankung oder ein Medikament eine Rolle spielt, besprich genau diesen Zusammenhang. Bei anhaltender Belastung können andere Behandlungen infrage kommen. Eine Operation ist nicht automatisch der erste Schritt.

Erzähl auch, was dir persönlich zu schaffen macht. „Beim Sport tut es weh“ und „Ich traue mich nicht mehr schwimmen zu gehen“ sind unterschiedliche Anliegen, die beide Aufmerksamkeit verdienen. Du musst nicht erst beweisen, dass du genug darunter leidest, um das Gespräch anzufangen.