Wie fühlt sich Hodenkrebs an? Veränderungen abklären lassen
Hodenkrebs kann sich durch einen neuen Knoten im Hoden oder dadurch bemerkbar machen, dass ein Hoden größer oder härter wird. Oft tut ein Knoten nicht weh. Manchmal ist er aber empfindlich, wenn du ihn berührst. Wende dich bei einer solchen neuen Veränderung möglichst bald an deine Hausarztpraxis. Du musst nicht warten, bis es schmerzt.
Was kann sich anders anfühlen?
Entscheidend ist vor allem ein Unterschied zu dem, was du gewohnt bist: eine Verhärtung, ein neuer Knoten oder ein Hoden, der sich deutlich verändert. Auch ein Schweregefühl im Hodensack kann auftreten. Diese Beschwerden können andere Ursachen haben; allein durch Ertasten lässt sich nicht feststellen, was dahintersteckt. Kanker.nl beschreibt mögliche Beschwerden.
Deine Hoden müssen nicht genau gleich groß sein. Ein Unterschied, der schon immer da war, ist etwas anderes als eine Veränderung, die dir jetzt auffällt. Es ist hilfreich, deiner Hausarztpraxis davon zu erzählen. Du musst die Ursache aber nicht selbst herausfinden.
Was sagst du, wenn du in der Hausarztpraxis anrufst?
Eine kurze Erklärung reicht: „Seit gestern spüre ich eine neue harte Stelle in meinem Hoden. Sie tut nicht weh, aber sie fühlt sich anders an als sonst.“ Oder: „Mein linker Hoden scheint größer geworden zu sein, und ich weiß nicht, woran das liegt.“ Die Praxis kann dir anschließend Fragen stellen und entscheiden, wann du kommen sollst.
Erzähl, wann dir die Veränderung aufgefallen ist, ob du Schmerzen hast und ob die Beschwerden plötzlich begonnen haben. Sag auch, wenn du dir große Sorgen machst. Scham sollte kein Grund sein, den Termin aufzuschieben: Die Untersuchung des Hodensacks gehört zur Arbeit einer Hausarztpraxis.
Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen: sofort anrufen
Wenn du plötzlich starke Schmerzen im Hodensack bekommst, ruf sofort deine Arztpraxis oder den örtlichen medizinischen Bereitschaftsdienst an. Ein Hoden kann sich verdreht haben, wodurch die Blutversorgung gefährdet ist. Das muss schnell abgeklärt werden. Übelkeit oder Erbrechen können ebenfalls auftreten, aber warte nicht auf diese Beschwerden, bevor du anrufst. Thuisarts erklärt den medizinischen Notfall.
Auch kurze Anfälle starker Schmerzen, die wieder verschwinden, solltest du mit deiner Hausarztpraxis besprechen. Sag deutlich, dass die Schmerzen zwischenzeitlich nachlassen. Dadurch sind sie nicht automatisch harmlos.
Was passiert bei der Untersuchung?
Die Hausärztin oder der Hausarzt stellt Fragen und untersucht den Hoden. Wenn weitere Untersuchungen nötig sind, kann eine Überweisung folgen. Im Krankenhaus kann eine Urologin oder ein Urologe den Hodensack per Ultraschall untersuchen und je nach Verdacht weitere Untersuchungen veranlassen. Eine Überweisung bedeutet noch keine Diagnose.
Es gibt auch andere mögliche Ursachen, zum Beispiel eine Zyste oder eine Entzündung. Durch die Untersuchung lässt sich feststellen, worum es sich handelt. Die Informationen von Thuisarts zu Untersuchungen bei möglichem Hodenkrebs beschreiben, wie es weitergehen kann.
Du kannst dir vorher aufschreiben, was du fragen möchtest: „Was haben Sie ertastet?“, „Welche Untersuchung ist nötig?“ und „Wann erfahre ich das Ergebnis?“ Frag auch, bei welchen Veränderungen du dich früher wieder melden solltest. So weißt du, was auf dich zukommt, während du auf mögliche Untersuchungsergebnisse wartest.