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Hodenschmerzen: Wann solltest du sofort anrufen?

Plötzlich starke Schmerzen im Hodensack? Ruf sofort deine Arztpraxis oder einen örtlichen ärztlichen Notdienst an. Ein Hoden könnte verdreht sein, wodurch die Blutversorgung abgeschnürt wird. Warte nicht ab, ob die Schmerzen nachlassen. Du musst nicht erst herausfinden, ob die Schmerzen vom Hoden, vom Nebenhoden oder von einer anderen Stelle kommen.

Wann ist es ein Notfall?

Ruf bei plötzlich starken Schmerzen sofort an. Das gilt auch, wenn du dich neben den Hodensackschmerzen sehr krank fühlst, zum Beispiel bei hohem Fieber, häufigem Erbrechen oder starker Übelkeit. Sag gleich, wie die Schmerzen begonnen haben und wie du dich fühlst.

Eine Hodendrehung kann auch bei Erwachsenen auftreten. Bei einem entsprechenden Verdacht ist eine schnelle Untersuchung im Krankenhaus erforderlich; häufig ist eine Operation nötig. Die niederländische Website Thuisarts beschreibt die Beschwerden und den dortigen Weg zur dringenden Versorgung. Dass du normal Wasser lassen kannst, schließt dieses Problem nicht aus.

Hast du kurze Anfälle mit starken Schmerzen, die nach einigen Minuten wieder verschwinden? Ruf an einem Werktag deine Arztpraxis an und beschreibe diesen Verlauf. Ein Hoden kann sich vorübergehend drehen und wieder zurückdrehen. Dass die Schmerzen weg sind, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass alles in Ordnung ist.

Auch weniger starke Beschwerden können untersucht werden müssen

Wende dich an deine Arztpraxis, wenn die Schmerzen zunehmen, der Hodensack anschwillt oder das Wasserlassen schmerzt. Wenn sich ein Hoden neu auffällig verdickt und hart anfühlt, ruf innerhalb eines Tages an. Diese Empfehlungen findest du in den Informationen der niederländischen Website Thuisarts zu Hodensackschmerzen. Hast du gleichzeitig plötzlich starke Schmerzen oder fühlst du dich sehr krank, befolge die oben genannte Empfehlung und ruf sofort an.

Schmerzen können verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel eine Nebenhodenentzündung, eine Zyste, einen Leistenbruch oder eine Verletzung. Manchmal werden die Schmerzen durch Muskeln im Becken verursacht oder es lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen. Der Ort oder die Art der Schmerzen allein erlaubt keine sichere Diagnose.

Eine Entzündung ist nicht dasselbe wie eine Hodendrehung

Eine Nebenhodenentzündung kann einseitige Schmerzen und Schwellungen verursachen, manchmal auch Brennen beim Wasserlassen oder Fieber. Häufig sind Bakterien beteiligt, zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Harnwegsinfekt oder einer sexuell übertragbaren Infektion. Das muss untersucht werden; Schmerzen im Hoden bedeuten nicht automatisch, dass du eine sexuell übertragbare Infektion hast.

Bei einer Nebenhodenentzündung untersucht die Arztpraxis den Hodensack und meist auch den Urin. Manchmal ist eine Ultraschalluntersuchung nötig. Die Behandlung kann Antibiotika umfassen. Die Informationen zur Nebenhodenentzündung beschreiben auch, wann du während der Behandlung erneut anrufen solltest. Nimm einen Entzündungsverdacht nicht zum Anlass, bei plötzlich starken Schmerzen abzuwarten.

Was hilft beim Gespräch?

Du kannst kurz sagen: „Seit heute Morgen tut mein rechter Hoden weh. Die Schmerzen haben allmählich angefangen und beim Wasserlassen brennt es.“ Oder: „Die Schmerzen haben plötzlich angefangen und sind sehr stark.“ Erwähne auch einen kürzlichen Stoß, eine Operation oder andere Veränderungen. Bei einem Notfall ruf zuerst an; du musst nicht vorher alle Einzelheiten zusammentragen.

Frag nach der Untersuchung, was die Ärztin oder der Arzt als Ursache vermutet, ob weitere Untersuchungen nötig sind und bei welchen Veränderungen du erneut anrufen sollst. Wenn die Schmerzen weiterhin das Gehen, Schlafen oder den Sex beeinträchtigen, sprich das beim nächsten Gespräch ebenfalls an. So kommen nicht nur die Ursache, sondern auch die Belastung in deinem Alltag zur Sprache.