One Size bei Dessous: Welche Größe ist das eigentlich?
One Size ist keine feste Konfektionsgröße wie 38 oder 42. Ein Modell wird in einer Größe angeboten und ist für einen bestimmten Größenbereich gedacht. Welcher Bereich das ist, steht bei den Dessous selbst. Du kannst das Label also nicht bei jeder Marke in dieselbe deutsche Konfektionsgröße umrechnen.
Warum steht dann One Size dabei?
Mit einer einzigen Größenangabe kann eine Marke ein Modell anbieten, das nicht in separate Varianten wie S, M und L aufgeteilt ist. Stretch, Bänder oder ein lockerer Schnitt können Teil des Designs sein. Das Label verrät aber nicht, wie viel Spielraum die einzelnen Teile bieten.
Auch Bezeichnungen wie Queen oder Curve solltest du zusammen mit dem dazugehörigen Größenbereich lesen. Es kann sie zusätzlich zu einer normalen Ausführung in One Size geben. Sieh sie als verschiedene Ausführungen zur Auswahl und nicht als feste Umrechnung, die überall gleich funktioniert.
Was hilft dir bei der Auswahl?
| Information | Was sie dir bringt | Beispiel für eine Frage |
|---|---|---|
| Umfang von Brust, Taille und Hüfte | Abgleich mit deinen Körpermaßen | Liegen die gefragten Maße innerhalb des Bereichs dieser Ausführung? |
| Länge und Schnitt | Einschätzung, wo das Kleidungsstück sitzt und wie es anliegt | Möchte ich ein kurzes Oberteil oder lieber mehr Bedeckung? |
| Verstellbare Teile | Du weißt, was du selbst anpassen kannst | Lassen sich nur die Schulterträger verstellen oder auch die Bänder um meinen Körper? |
| Stretch und Stoff | Ein Eindruck von der Verarbeitung | Ist das ganze Design dehnbar oder gibt es auch feste Teile? |
Stretch und verstellbare Träger bewirken Unterschiedliches
Ein dehnbarer Stoff kann sich mitbewegen. Bei einem verstellbaren Träger änderst du die Länge mit einem Schieber oder Verschluss. Beides kann angenehm sein, bedeutet aber nicht, dass das ganze Kleidungsstück unbegrenzt größer oder kleiner wird. Denk an einen Body mit verstellbaren Schulterträgern: Damit änderst du die Länge der Träger, nicht die Breite eines festen Rumpfteils.
Lies deshalb zuerst den Größenbereich und schau dir danach diese zusätzlichen Möglichkeiten an. Wenn du es lieber lockerer magst, kann ein anderer Schnitt angenehmer sein, als zu versuchen, einem engen Modell mehr Weite abzugewinnen.
Körpermaße sind keine flach gemessenen Kleidungsmaße
Angenommen, in der Beschreibung steht eine flach gemessene Breite von 35 cm. Das ist ein Maß des Kleidungsstücks und kein Taillenumfang von 35 cm. Du musst auch wissen, an welcher Stelle die Breite gemessen wurde und ob der Stoff dabei gedehnt war. Das ist ein Beispiel für zwei verschiedene Arten von Maßen und keine Umrechnung in eine passende Größe.
Verwende deine Körpermaße, wenn in der Tabelle danach gefragt wird. Eine separat angegebene Länge sagt etwas anderes aus, zum Beispiel wie lang ein Kleid ist. Bei einem Body brauchst du nicht nur genügend Platz um den Körper, sondern auch eine angenehme Länge zwischen Schultern und Schritt.
Und wenn du an der Grenze des Größenbereichs liegst?
Schau dir die Passformempfehlung für das Modell und deine eigenen Vorlieben an. Soll es eng anliegen oder trägst du lieber etwas mit mehr Spielraum? Das lässt sich nicht immer lösen, indem du einen Träger lockerer stellst. Ein Modell mit einer Auswahl an verschiedenen Größen oder einem separat auswählbaren Oberteil und Höschen bietet dir möglicherweise mehr Möglichkeiten.
Fehlt die Angabe zum Größenbereich, frag gezielt nach dem Modell, das dich interessiert: „Für welchen Brustumfang und welchen Hüftumfang ist diese Ausführung in One Size gedacht?“ Eine klare Frage zu den Maßen hilft mehr, als sich daran zu orientieren, wie das Modell bei einer anderen Person auf dem Foto sitzt.