Perimenopause: Was bedeutet das und was verändert sich?
Die Perimenopause ist die Zeit, in der sich deine Menstruation im Vorfeld der Menopause verändert, bis ein Jahr nach deiner letzten Menstruation. Du bemerkst vielleicht einen wechselnden Zyklus oder Hitzewallungen. Nicht alle haben dieselben Beschwerden, und eine unregelmäßige Menstruation hängt nicht immer mit den Wechseljahren zusammen.
Perimenopause, Menopause und Wechseljahre
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Perimenopause | Die Phase mit Veränderungen vor der letzten Menstruation bis ein Jahr danach. |
| Menopause | Deine letzte Menstruation. Erst im Nachhinein, nach einem Jahr ohne Menstruation, weißt du, dass es die letzte war. |
| Wechseljahre | Die Jahre rund um die letzte Menstruation, in denen sich dein Körper verändert. |
Diese Unterscheidung folgt der niederländischen Erklärung zu den Wechseljahren. Die Menopause ist also ein Zeitpunkt, die Perimenopause eine Phase.
Welche Veränderungen kannst du bemerken?
Zwischen den Menstruationen kann mehr oder weniger Zeit vergehen. Auch die Stärke der Blutung kann sich verändern. Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen, schlechter Schlaf und vaginale Trockenheit können hinzukommen. Wie sehr dich das belastet, ist unterschiedlich: Manche bemerken vor allem Veränderungen ihres Zyklus, andere haben Beschwerden, die sich auf die Arbeit oder Intimität auswirken.
Eine Symptomliste ist kein Test, mit dem du selbst feststellen kannst, ob du in der Perimenopause bist. Bei der Einschätzung spielen dein Alter, dein bisheriger Zyklus, Medikamente und andere mögliche Ursachen eine Rolle. Die Informationen des NHS zu Symptomen beschreiben diese Unterschiede.
Kannst du noch schwanger werden?
Ja. Wenn du seltener menstruierst, ist eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen. Setze deshalb die Verhütung nicht wegen eines unregelmäßigen Zyklus ab. Besprich, wann es in deiner Situation vertretbar ist, damit aufzuhören.
Hormonelle Verhütungsmittel können das Blutungsmuster verändern oder dazu führen, dass die Menstruation ausbleibt. Deshalb lässt sich die Phase nicht immer an deiner Menstruation erkennen. Sag bei einem Termin, welches Mittel du verwendest.
Wann solltest du es mit deiner Hausarztpraxis besprechen?
Vereinbare bei starken Blutungen, stark belastenden Beschwerden oder Wechseljahresbeschwerden vor deinem vierzigsten Geburtstag einen Termin in deiner Hausarztpraxis. Notiere zum Beispiel: „Mein Zyklus hat sich seit Juni verändert, und ich wache mehrmals pro Woche nachts schweißgebadet auf.“ So wird deutlich, was sich verändert hat, ohne dass du schon eine Erklärung dafür haben musst.
Hast du nach einem Jahr ohne Menstruation erneut Blutungen? Auch ein wenig rosafarbener oder bräunlicher Ausfluss ist ein Grund, einen Termin zu vereinbaren. Das ist eine andere Situation als ein wechselnder Zyklus während der Perimenopause. Lies die Erklärung zu Blutungen nach der Menopause.