Spotting: leichte Blutungen zwischen den Menstruationen
Spotting bezeichnet meist eine geringe Blutung außerhalb der erwarteten Menstruation. Das können ein paar Flecken in deiner Unterwäsche sein. Der Begriff beschreibt die Menge und den Zeitpunkt, nicht die Ursache. Vereinbare bei Zwischenblutungen einen Termin in deiner Hausarztpraxis, auch wenn du vor allem wissen möchtest, ob die Blutung mit deiner Verhütung zusammenhängen kann.
Womit kann Spotting zusammenhängen?
Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille oder eine Hormonspirale können Zwischenblutungen verursachen. Auch eine Entzündung oder ein Polyp in der Gebärmutter oder am Gebärmutterhals kann eine Rolle spielen. Manchmal lässt sich keine eindeutige Ursache finden. Die Informationen von Thuisarts zu Zwischenblutungen beschreiben diese Möglichkeiten.
Es ist also eine wichtige Information, wenn du gerade erst mit einem Mittel begonnen hast. Das erklärt aber nicht automatisch jede neue Blutung. Dasselbe gilt, wenn die Blutung ungefähr am gleichen Tag deines Zyklus auftritt: Der Zeitpunkt kann bei der Beurteilung helfen, stellt aber keine Diagnose.
Ist Spotting dasselbe wie eine Einnistungsblutung?
Nein. Leichte Blutungen können in einer frühen Schwangerschaft auftreten, aber auch unabhängig davon. An ein paar Flecken lässt sich nicht erkennen, ob eine Einnistung stattgefunden hat. Blutungen während einer Schwangerschaft können verschiedene Ursachen haben. Die Schwangerschaft kann sich normal weiterentwickeln, es kann aber auch eine Fehlgeburt vorliegen.
Bist du schwanger und hast Blutungen, besprich mit deiner Hebamme oder deiner Hausarztpraxis, was in deiner Situation sinnvoll ist. Eine gesonderte Erklärung zu Blutungen in den ersten Monaten behandelt die Beurteilung. Sag dabei, in welcher Schwangerschaftswoche du ungefähr bist und ob du Schmerzen oder andere Beschwerden hast.
Diese Unterschiede sind wichtig
- Blutungen zwischen den Menstruationen: Notiere, wann sie auftreten und ob du verhütest.
- Blutungen während oder nach dem Sex: Erwähne das bei deinem Termin ausdrücklich.
- Blutungen nach den Wechseljahren: Vereinbare auch dann einen Termin, wenn nur wenig Blut kommt oder es nur einmalig auftritt.
- Blutungen mit Bauchschmerzen und ausgebliebener Menstruation: Hol dir rasch medizinischen Rat und warte nicht auf den nächsten Zyklus.
Diese letzte Kombination kann unter anderem auf eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter hindeuten und muss ärztlich beurteilt werden. Die Informationen des NHS zu unerwarteten vaginalen Blutungen heben diesen Unterschied hervor. Zu Blutungen nach mindestens einem Jahr ohne Menstruation gibt Thuisarts gesonderte Hinweise.
Was kannst du bis zu deinem Termin tun?
Notiere kurz, wann du Blut bemerkt hast, wie viel es ungefähr war und ob es nach dem Sex auftrat. Halte auch Änderungen bei Medikamenten oder der Verhütung fest. Eine Beschreibung wie „drei Tage lang ein paar Flecken, seit dem letzten Monat eine Hormonspirale“ ist schon hilfreich. Du brauchst keine ausführliche Tabelle zu führen.
Setze verschriebene Verhütungsmittel nicht einfach ab. Besprich zuerst, was die Blutung bedeuten kann und was du mit dem Mittel tun solltest. Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Es gibt keine allgemeine Creme oder Intimspülung, die Spotting behebt.
Wann brauchst du schneller Hilfe?
Ruf sofort an, wenn plötzlich starke oder zunehmend schlimmere Bauchschmerzen auftreten oder wenn du bei Bauchschmerzen das Gefühl hast, ohnmächtig zu werden. Das entspricht den niederländischen Empfehlungen bei Bauchschmerzen. Bist du schwanger und hast starke Blutungen oder heftige Bauchschmerzen oder wird dir schwindelig, ruf sofort deine Hebamme, deine Hausarztpraxis oder den örtlichen ärztlichen Bereitschaftsdienst an.
Besprich auch bei weniger akuten Beschwerden, wann du dich erneut melden solltest. Wenn die Blutung anhält, stärker wird oder nach einer Behandlung wieder auftritt, solltest du erneut Kontakt aufnehmen.