Blut im Sperma: mögliche Ursachen und was du tun kannst
Blut im Sperma ist oft nicht ernst, lass es aber trotzdem von deiner Hausarztpraxis abklären. Das kann dich erschrecken, besonders wenn du sonst keine Beschwerden hast. Eine rötliche oder braune Verfärbung sagt für sich genommen nicht aus, woher sie kommt. Sag bei der Terminvereinbarung, ob du auch Schmerzen, Fieber oder Probleme beim Wasserlassen hast.
Warum ist es manchmal rot und manchmal braun?
Frisches Blut kann leuchtend rot sein; älteres Blut kann das Sperma braun oder rotbraun färben. Manchmal sind kleine Blutgerinnsel darin. Braun bedeutet also nicht automatisch, dass etwas anderes dahintersteckt als bei Rot, und die Farbe ermöglicht keine Diagnose. Die Erklärung des NHS zu Blut im Sperma beschreibt diese Unterschiede.
Wenn du Blut beim Wasserlassen bemerkst, ist das eine wichtige zusätzliche Information. Wenn du nicht sicher bist, wo das Blut war, sag das einfach. Du musst dir keinen eigenen Test ausdenken, um die Herkunft nachzuweisen.
Welche Ursachen kann Blut im Sperma haben?
Mögliche Ursachen sind eine Infektion, ein Prostataproblem oder ein kürzlich erfolgter medizinischer Eingriff. Dazu zählen zum Beispiel eine Untersuchung oder Behandlung über die Harnröhre oder eine Sterilisation. Manchmal bleibt die Ursache unbekannt und das Blut verschwindet von selbst. Krebs ist eine seltene Erklärung; allein anhand der Verfärbung lässt er sich weder feststellen noch ausschließen.
Nach einem Eingriff können besondere Absprachen dazu gelten, was dich erwartet und wann du anrufen solltest. Halte deshalb die Entlassungsunterlagen bereit und sag, welche Behandlung du hattest. Eine neue Beschwerde ohne kürzlich erfolgten Eingriff solltest du mit deiner Hausarztpraxis besprechen.
Was passiert bei der Abklärung?
Eine Ärztin oder ein Arzt fragt nach dem Verlauf und möglichen weiteren Beschwerden und kann dich körperlich untersuchen. Je nach Situation können Untersuchungen von Urin, Sperma oder Blut nötig sein. Nicht jede Person braucht alle Untersuchungen. MedlinePlus beschreibt mögliche Untersuchungen.
Sag, ob es einmalig war oder wiederkommt und ob das Wasserlassen oder der Samenerguss schmerzt. Erwähne auch einen möglichen Kontakt mit einer sexuell übertragbaren Infektion. Du kannst zum Beispiel sagen: „Gestern war mein Sperma rötlich braun, heute wieder. Beim Wasserlassen habe ich keine Schmerzen. Was ist der nächste Schritt?“
Wann solltest du dich schneller melden?
Blut im Sperma ohne weitere Beschwerden ist in der Regel kein Notfall, aber ein Grund für einen Termin. Informiere die Praxis sofort über neue Beschwerden, damit sie die Dringlichkeit einschätzen kann.
Hast du auch Blut im Urin, gelten dafür gesonderte Empfehlungen. Ruf noch am selben Tag in deiner Hausarztpraxis oder beim örtlichen ärztlichen Bereitschaftsdienst an, wenn du Blut im Urin hast und zum Beispiel Fieber, ein allgemeines Krankheitsgefühl, starke Schmerzen oder Probleme beim Wasserlassen dazukommen. Wenn du sehr viel Blut im Urin hast, ruf sofort an. Thuisarts erklärt, wann du bei Blut im Urin anrufen solltest. Diese Empfehlungen beziehen sich ausdrücklich auf Blut beim Wasserlassen.
Nach deinem Termin
Frag, wann du ein mögliches Untersuchungsergebnis bekommst und was du tun sollst, wenn du erneut Blut bemerkst. Vereinbare auch, bei welchen zusätzlichen Beschwerden du dich früher melden solltest. So weißt du, wie es weitergeht, ohne zu Hause ständig Farbe oder Menge vergleichen zu müssen.