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Ausfluss, der anders riecht: Was kann das bedeuten?

Wenn dein Ausfluss deutlich anders oder unangenehm riecht, vereinbare einen Termin in deiner Hausarztpraxis. Der Geruch allein verrät nicht, was die Ursache ist. Du musst also vorher weder feststellen, ob du eine Infektion hast, noch entscheiden, welches Mittel du verwenden solltest.

Ein leichter Geruch ist etwas anderes als ein neuer, starker Geruch

Normaler Ausfluss ist oft weiß oder durchsichtig und kann leicht säuerlich riechen. Menge und Geruch können sich im Laufe deines Zyklus verändern. Das ist nicht dasselbe wie ein plötzlich auffällig unangenehmer Geruch. Vergleiche vor allem damit, was für dich üblich ist.

Ein veränderter Geruch kann zum Beispiel mit einem gestörten bakteriellen Gleichgewicht oder einer Infektion zusammenhängen. Ein fischiger Geruch wird bei bakterieller Vaginose beschrieben, ist für sich allein aber keine Diagnose. Die Erklärung des NHS zu vaginalem Ausfluss betont deshalb, dass du dich nicht allein nach Geruch oder Aussehen richten solltest.

Welche Veränderungen solltest du deiner Hausarztpraxis schildern?

Erzähl, wann sich der Geruch verändert hat und ob sich auch Farbe oder Beschaffenheit des Ausflusses verändert haben. Erwähne außerdem Juckreiz, Schmerzen, Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterbauch oder Blutungen außerhalb deiner Periode. Sprich auch ein mögliches STI Risiko an, falls das zutrifft. Thuisarts nennt diese Beschwerden als Gründe, die Hausarztpraxis anzurufen.

Eine kurze Beschreibung reicht: „Seit dem vergangenen Wochenende riecht mein Ausfluss viel stärker als sonst und außerdem habe ich Juckreiz.“ Du musst dir keinen genauen Geruchsvergleich ausdenken und auch nicht im Internet nach ähnlichen Bildern suchen.

Versuche nicht, den Geruch wegzuwaschen

Wasch dich weiterhin vorsichtig nur äußerlich. Verwende keine parfümierten Tücher, kein Intimdeodorant und keine Spülungen im Inneren. Solche Produkte können reizen. Auch ein Produkt, das ein frisches Gefühl verspricht, verrät nichts über die Ursache der Veränderung.

Wenn du schon etwas ausprobiert hast, notiere den Produktnamen oder bring die Verpackung mit. Das ist hilfreicher, als immer wieder ein anderes Mittel dazuzunehmen. Warte bei deutlichen Beschwerden nicht erst wochenlang ab, ob eine neue Waschroutine wirkt.

So fällt das Gespräch leichter

Bei der Terminvereinbarung kannst du einfach sagen, dass du wegen verändertem vaginalem Ausfluss Beschwerden hast. In der Praxis kannst du sagen, wenn dir eine Untersuchung unangenehm ist: „Können Sie mir zuerst erklären, was Sie untersuchen möchten und warum?“

Frag auch, was der nächste Schritt ist, wenn die Beschwerden bleiben. So gehst du mit einer klaren Vereinbarung nach Hause und nicht nur mit dem Gefühl, künftig besser waschen zu müssen.