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Menstruationszyklus: Was passiert zwischen zwei Perioden?

Dein Menstruationszyklus beginnt am ersten Tag deiner Periode und endet am Tag vor der nächsten. Die Blutung ist nur ein Teil davon. Dazwischen verändern sich die Hormone, eine Eizelle kann heranreifen und freigesetzt werden, und die Gebärmutterschleimhaut verändert sich. Der Zyklus dauert nicht bei allen genau 28 Tage.

Wie zählst du die Tage?

Der erste Tag deiner Periode ist Tag 1. Beginnt deine nächste Periode am 29. Oktober und die vorherige am 1. Oktober, dauerte dieser Zyklus 28 Tage. Mit der neuen Periode beginnt die Zählung wieder bei Tag 1. Du zählst also nicht ab dem letzten Tag, an dem du Blut gesehen hast.

Anhand der Anfangstage einiger Perioden kannst du erkennen, ob die Abstände bei dir ungefähr gleich bleiben. Wenn deine Periode später oder früher als erwartet kommt, sagt das für sich genommen nicht aus, was in deinem Körper passiert ist. Es ist ein Anlass, dein Muster anzuschauen, aber keine Diagnose.

Was passiert während des Zyklus?

Abschnitt Was verändert sich?
Menstruation Ein Teil der Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen. Blut und Gewebe verlassen den Körper durch den Gebärmutterhals und die Vagina.
Reifung bis zum Eisprung Eine Eizelle entwickelt sich in einem Eierstock. Gleichzeitig baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf.
Eisprung Der Eierstock gibt eine Eizelle frei. Das nennt man auch Ovulation.
Zeit nach dem Eisprung Progesteron unterstützt die Vorbereitung der Schleimhaut auf die Einnistung. Entsteht keine Schwangerschaft, sinkt der Hormonspiegel und eine neue Periode setzt ein.

Das beschreibt den üblichen Verlauf eines Zyklus mit Eisprung. Die Veränderungen in den Eierstöcken und der Gebärmutter laufen gleichzeitig ab: Es sind keine vier Abschnitte, die immer gleich lange dauern. Die Erklärung des britischen NHS zum Menstruationszyklus beschreibt, wie sie zusammenhängen.

Findet der Eisprung immer an Tag 14 statt?

Nein. Dieser Tag wird oft als Beispiel für einen 28 Tage langen Zyklus verwendet, ist aber kein fester Termin, an den sich dein Körper hält. Bei kürzeren oder längeren Zyklen kann der Eisprung zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden. In manchen Lebensphasen, zum Beispiel in den Wechseljahren, kann er auch ausbleiben.

Rund um den Eisprung kann der Ausfluss klarer und glatter werden. Manche bemerken leichte Bauchbeschwerden, andere gar nichts. Du musst solche Anzeichen nicht spüren, um einen Zyklus zu haben. Ein geschätztes Datum in einem normalen Kalender gibt keine Sicherheit darüber, ob du an bestimmten Tagen fruchtbar oder unfruchtbar bist.

Was kannst du bemerken?

Hormonveränderungen können zum Beispiel mit empfindlichen Brüsten, einem Blähgefühl, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen einhergehen. Das ist individuell: Du musst dich nicht in jeder Phase wie eine erkennbare Version deiner selbst fühlen. Ein Plan, der allen dieselben energiegeladenen oder müden Tage zuschreibt, muss nicht zu deinen Erfahrungen passen.

Wenn du Zusammenhänge untersuchen möchtest, notiere neben den Periodendaten kurz, wann Beschwerden auftreten und wie stark sie dich beeinträchtigen. „Bauchschmerzen, wegen denen ich meine Arbeit abgesagt habe“ sagt mehr aus als nur „Tag 2“. Das Office on Women’s Health beschreibt, wie solche Notizen ein Gespräch über Beschwerden unterstützen können.

Wann ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen?

Hol dir Hilfe, wenn Schmerzen oder Blutungen deinen Alltag beeinträchtigen. Sprich auch mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt über ein dauerhaft verändertes Muster, zunehmend stärkere Blutungen oder Blutungen nach dem Sex. Du musst nicht erst monatelang Daten sammeln.

Ein natürlicher Zyklus verläuft außerdem nicht genauso wie eine Blutung während der Anwendung hormoneller Verhütung. Manche Mittel unterdrücken den Eisprung. Wenn du verhütest und sich deine Blutung verändert, schau in die Informationen zu genau diesem Mittel, statt eine allgemeine Darstellung des Zyklus auf dich zu übertragen.