Was ist PrEP und wann solltest du darüber sprechen?
PrEP ist ein Medikament, das Menschen ohne HIV einnehmen, um eine Infektion mit HIV zu verhindern. Es wird vor einem möglichen Kontakt nach einem vereinbarten Einnahmeschema verwendet. PrEP ist etwas anderes als PEP, eine Behandlung, die nach einem möglichen Kontakt dringend begonnen werden kann.
PrEP oder PEP: ein Buchstabe, ein anderer Zeitpunkt
Möchtest du dich für zukünftigen Sex schützen? Dann kannst du einen Termin vereinbaren, um über PrEP zu sprechen. Ist bereits etwas passiert, bei dem du dich möglicherweise mit HIV angesteckt hast? Dann geht es darum, ob PEP nötig ist. Warte in diesem Fall nicht auf einen regulären Termin zu PrEP.
Bei einem möglichen Kontakt mit HIV innerhalb der letzten 72 Stunden: Ruf sofort eine medizinische Anlaufstelle oder, wenn diese nicht erreichbar ist, die nächste Notaufnahme an. PEP sollte so schnell wie möglich begonnen werden. Die 72 Stunden sind keine Frist, die du erst abwarten solltest. Eine Ärztin oder ein Arzt beurteilt, ob die Behandlung für dich infrage kommt. Mehr zum Vorgehen bei einem möglichen Kontakt mit HIV.
Wovor schützt PrEP?
PrEP richtet sich gegen HIV. Während der Einnahme kannst du dich weiterhin mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen anstecken. Kondome und Tests auf sexuell übertragbare Infektionen können deshalb weiterhin wichtig sein. PrEP ist auch kein Verhütungsmittel.
Versuche, deine Frage konkret zu formulieren: Möchtest du dir weniger Sorgen wegen HIV machen, klappt die Kondomnutzung nicht immer oder hat sich deine sexuelle Situation verändert? Du musst dich nicht erst einem bestimmten Label zuordnen. Beschreibe, was passiert und welchen Schutz du suchst.
Was passiert, bevor du beginnst?
Eine Ärztin oder ein Arzt bespricht mit dir deinen Gesundheitszustand und welche Medikamente du einnimmst. Es folgen Tests auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen sowie eine Kontrolle deiner Nieren. Auch während der Einnahme sind Kontrolltermine vorgesehen. In den Niederlanden kannst du dich für PrEP an die GGD und manche Hausarztpraxen wenden. Nicht jede Praxis bietet dieselbe Versorgung an.
Bring eine Liste deiner Medikamente mit und erwähne auch, was du ohne Rezept einnimmst. Frag, an wen du dich wenden kannst, wenn du Nebenwirkungen hast, Tabletten vergisst oder mit der Einnahme aufhören möchtest. Das Einnahmeschema hängt von deiner Situation ab. Übernimm nicht einfach das Schema eines Freundes oder aus einer beiläufigen Nachricht im Internet. Thuisarts erklärt die Vorbereitung und die Kontrollen.
Eine hilfreiche Frage für deinen Termin
„Ich möchte wissen, ob PrEP zu meiner Art von Sex passt. Welche Kontrollen sind nötig und welches Einnahmeschema gilt für mich?“ Schreib dir die Antwort zusammen mit den Kontaktdaten für Rückfragen zwischen den Terminen auf. Frag vorher nach Kosten und Abläufen, damit dich die praktischen Aspekte nicht überraschen.