Welcher Partner passt zu mir? Was dir wichtig ist
Ein Partner, der zu dir passt, muss nicht in allem genauso sein wie du. Fang lieber mit den Fragen an, die für dein Leben einen Unterschied machen: Möchtest du Kinder, wie viel Freiraum brauchst du und wie möchtet ihr gemeinsam Entscheidungen treffen? Eine schöne Verbindung ist toll. Diese Gespräche helfen dir herauszufinden, was du darüber hinaus suchst.
Was ist dir wichtig und was wäre einfach schön?
Wenn du magst, mach zwei kurze Listen: „Das wünsche ich mir in meiner Beziehung“ und „Das fände ich schön“. Offen miteinander reden zu können, könnte auf der ersten Liste stehen, dieselbe Musik zu mögen auf der zweiten. Du entscheidest, wie du es einordnest. Eine allgemeingültige Rangfolge gibt es nicht.
Mach große Begriffe konkret. „Selbstständigkeit“ kann bedeuten, dass du weiterhin deine eigenen Freunde triffst, aber auch, dass du vorerst getrennt wohnen möchtest. „Viel Zeit zusammen“ kann heißen, jeden Abend gemeinsam zu essen oder lieber ein Wochenende im Monat ohne andere Verabredungen zu verbringen. Die Beispiele sagen mehr als das Wort allein.
Fünf Fragen, die über Hobbys hinausgehen
- Zeit: „Wenn wir beide eine stressige Woche haben, welche Art von Kontakt tut dir dann gut?“
- Zukunft: „Möchtest du irgendwann Kinder, weißt du es noch nicht oder weißt du, dass du keine möchtest?“
- Wohnen: „Wie stellst du dir das Zusammenwohnen vor? Möchtest du das gern oder ist es für dich nicht selbstverständlich?“
- Geld: „Wenn wir etwas gemeinsam planen, wie sprechen wir darüber, was für uns beide bezahlbar ist?“
- Meinungsverschiedenheiten: „Sprichst du lieber sofort darüber oder möchtest du manchmal erst einmal in Ruhe allein nachdenken?“
Du musst diese Fragen beim ersten Date nicht der Reihe nach abarbeiten. Greif ein Thema auf, wenn es sich ergibt, und beantworte die Frage auch selbst. Ihr erkundet etwas gemeinsam. Du führst kein Bewerbungsgespräch.
Ein Unterschied muss nicht immer dasselbe bedeuten
Angenommen, du stehst gern früh auf und die andere Person schläft lieber aus. Vielleicht frühstückst du sonntags erst einmal allein und ihr verabredet euch später. Dann habt ihr eine praktische Möglichkeit gefunden, ohne dass jemand die Vorlieben der anderen Person übernehmen muss.
Ein Kinderwunsch lässt sich nicht auf dieselbe Weise aufteilen. Wenn du ganz sicher Kinder möchtest und die andere Person ganz sicher nicht, sprecht darüber, dass es um eine große Lebensentscheidung geht. „Vielleicht änderst du deine Meinung noch“ ist keine gemeinsame Vereinbarung. Du darfst dir Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, was dieser Unterschied für dich bedeutet.
Achte auch auf alltägliche Situationen
Nicht nur Antworten sind interessant. Denk an eine Situation von vor Kurzem: einen geänderten Termin, etwas, das du abgelehnt hast, oder einen Plan, bei dem ihr unterschiedlicher Meinung wart. Konntest du sagen, was du wolltest? War ein Nein in Ordnung? Wenn dir etwas nachgeht, sprich über den konkreten Vorfall.
Zum Beispiel: „Als ich am Freitag keine Zeit hatte, hatte ich das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen. Ich treffe mich gern mit dir, möchte aber auch sagen können, wenn es gerade nicht passt.“ Dabei geht es um deine Erfahrung. Du musst daraus keinen Persönlichkeitstyp oder eine Diagnose ableiten.
Du musst nicht das perfekte Profil finden
Du kannst ein Quiz oder ein Profil gern als Gesprächsanlass nutzen, aber stütze deine Entscheidung nicht allein auf ein Ergebnis. Erzähl lieber, welche Antwort auf dich zutrifft und welche nicht. Entscheidend bleibt, wie eure Wünsche im Alltag zusammenpassen.
Du musst niemanden als schlechten Partner darstellen, um zu entscheiden, dass ihr nicht zusammenpasst. „Ich mag dich, aber ich wünsche mir eine andere Zukunft“ kann eine ehrliche Antwort sein. Genauso ehrlich ist: „Das weiß ich noch nicht. Ich möchte dich besser kennenlernen.“