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Die fünf Sprachen der Liebe: Bedeutung und Beispiele für euch

Die fünf Sprachen der Liebe sind Worte der Anerkennung, gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit, Geschenke, praktische Unterstützung und körperliche Berührung. Gary Chapmans Modell gibt verschiedenen Arten, Zuneigung zu zeigen, einen Namen. Du kannst die Kategorien nutzen, um zu sagen, was dir gefällt, ohne dich oder deinen Partner auf einen Typ festzulegen.

Was sind die fünf Sprachen der Liebe?

  • Worte der Anerkennung: etwas Nettes sagen, sich bedanken oder ausdrücken, was du schätzt.
  • Gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit: etwas zusammen unternehmen oder euch mit voller Aufmerksamkeit austauschen.
  • Geschenke: eine kleine, persönliche Aufmerksamkeit machen; der Gedanke dahinter muss nichts mit dem Preis zu tun haben.
  • Praktische Unterstützung: eine Aufgabe gemeinsam angehen oder anbieten, etwas abzunehmen.
  • Körperliche Berührung: zum Beispiel Händchen halten oder sich umarmen, wenn es sich für euch beide gut anfühlt.

Diese Einteilung stammt aus Chapmans Modell. Die Beispiele oben sind Anregungen, mit denen ihr selbst experimentieren könnt. Du kannst verschiedene Gesten schätzen, auch wenn ein Quiz eine Kategorie an die erste Stelle setzt.

Eine Gesprächshilfe, keine feste Einteilung

In einer Studie mit 696 Teilnehmenden sagte die Zufriedenheit mit der bevorzugten Sprache der Liebe die Beziehungsqualität nicht besser voraus als die Zufriedenheit mit anderen Kategorien. Das stützt also nicht die Vorstellung, dass es eine einzige entscheidende Sprache der Liebe gibt. Es bedeutet nicht, dass eine aufmerksame Geste wertlos ist.

Verwende eine Kategorie deshalb nicht, um jemanden in eine Schublade zu stecken: „Geschenke sind dir eindeutig besonders wichtig.“ Frag lieber, was jemand meint oder angenehm findet. Unterschiedliche Vorlieben beweisen für sich genommen nicht, wie viel zwei Menschen füreinander empfinden. Und eine frühere Antwort muss keine dauerhafte Vereinbarung sein.

Beispiele für den Gesprächseinstieg

Such dir einen ruhigen Moment und stell eine offene Frage. Du musst nicht alle Kategorien durchgehen. Nutze die folgenden Beispiele als Ausgangspunkt und passe sie an eure Situation an.

  • Worte: „Ich möchte dir öfter sagen, was ich an dir schätze. Freust du dich über eine Nachricht oder hörst du das lieber persönlich?“
  • Gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit: „Wollen wir uns diese Woche in Ruhe austauschen, oder möchtest du lieber etwas Zeit für dich?“
  • Geschenke: „Magst du kleine Überraschungen, oder soll ich lieber erst fragen, was du brauchst?“
  • Praktische Unterstützung: „Soll ich heute Abend kochen, damit du deinen Termin in Ruhe zu Ende bringen kannst?“
  • Berührung: „Wäre dir nach einer Umarmung oder lieber gerade nicht?“

Du kannst auch sagen, was dir guttut: „Ich finde es schön, wenn wir nach einem anstrengenden Tag in Ruhe reden. Wie geht es dir damit?“ So wird daraus ein Austausch und kein Quiz mit richtigen Antworten.

Wenn ihr unterschiedliche Wünsche habt

Angenommen, Noor möchte zusammen essen, aber Sam würde sich nach einem anstrengenden Tag lieber ausruhen. Noor muss daraus nicht schließen, dass Sam keine gemeinsame Zeit möchte. Sie kann fragen: „Wollen wir morgen zusammen essen, oder möchtest du heute Abend lieber etwas Zeit für dich?“ Sam kann sich für morgen entscheiden oder etwas anderes vorschlagen. Entscheidend ist nicht, dass sie eine einzige Kategorie finden, sondern dass sie besprechen, was für beide machbar ist.

Eine Vorliebe ist keine dauerhafte Zustimmung. Auch wenn Berührungen für dich wichtig sind, möchtest du an einem bestimmten Abend vielleicht lieber in Ruhe gelassen werden. Das passt zur Erklärung von love is respect: Was sich für euch beide gut anfühlt, müsst ihr gemeinsam und im jeweiligen Moment abstimmen.

Bei einem Geschenk kannst du fragen, ob jemand Überraschungen mag. Bei praktischer Hilfe kannst du sie erst anbieten und ein Nein akzeptieren. Bei Berührungen kannst du nachfragen und Zweifel oder eine Ablehnung respektieren. Keine dieser Gesten verpflichtet dazu, etwas zurückzugeben.

Müsst ihr dieselbe Sprache der Liebe sprechen?

Du musst einen Unterschied nicht erst mit einem Quiz klären. Angenommen, du freust dich über eine liebe Nachricht und dein Partner unternimmt lieber etwas mit dir. Dann könnt ihr beide Wünsche besprechen: eine Nachricht schicken, wenn ihr aneinander denkt, und einen Spaziergang verabreden. Ihr müsst nicht entscheiden, welcher Wunsch der richtige ist.

Versucht doch einmal, den Satz jeweils zu ergänzen: „Diese Woche würde ich mich freuen, wenn wir …“ Haltet es klein und konkret. Die Antwort darf auch lauten, dass es gerade nicht passt. So wird das Gespräch zu einer Gelegenheit, einander besser kennenzulernen, und nicht zu einer Aufgabe, die man richtig erledigen muss.